Donnerstag, 21. August 2014

Hüftgel.-dysplasie Boxer

Hüftgelenksdysplasie ist eine typische Krankheit mittelgroßer und großer Hunderassen. Also auch des Boxers. Es handelt sich dabei um eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die je nach Schwere der Erkrankung zur Schwächung oder gar Lähmung der Hinterläufe führen kann.

Anzeichen:- das Aufstehen ist für den Boxer schmerzhaft

- auch das Treppensteigen bereitet ihm Schmerzen

- er ermüdet bei Anstrengung schnell

- über längere Strecken läuft der Boxer schnell und angestrengt

- er hat Schwierigkeiten beim Springen.

Eine eindeutige Diagnose erbringt nur eine Röntgenaufnahme, die ab dem ersten Lebensjahr durchgeführt werden kann. Auftretende Schmerzen und Entzündungen kann der Tierarzt mit Medikamenten lindern. Bei schweren und andauernden Beschwerden bringt das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks in der Regel sehr gute Ergebnisse. Als vorbeugende Maßnahme sollte man den heranwachsenden Hund nicht zu reichhaltig zu füttern.



Was Knochen- u. Gelenkprobleme betrifft, leiden 40 Prozent aller großen Hunderassen im Laufe Ihres Lebens darunter. Verursacht wird der Gelenkverschleiß, der die Bewegleichkeit der Tiere beeinträchtigt und Schmerzen verursacht, wahrscheinlich durch Erbfaktoren und das hohe Körpergewicht. Hunde großer Rassen, wie unser Boxer, sind in jeder Phase ihres Lebens für Knochen- und Gelenkprobleme anfällig. Welpen sind durch ihre schnelle Gewichtszunahme besonders gefährdet. Dieser raschen Gewichtszunahme müssen die Knochen folgen können. Sie müssen ebenfalls sehr schnell wachsen, um das erhöhte Gewicht auch tragen zu können. Bei jungen Hunden es es deshalb wichtig, den Kalzium- und Energiegehalt der Ernährung zu kontrollieren. Nur so ist ein gleichmäßiges, starkes und gesundes Knochenwachstum und damit ein gesunder Start ins Leben möglich.
Was tun bei Gelenkproblemen?
Schon bei den ersten Anzeichen handeln. Diese können z.B. sein: Der Hund bewegt sich nicht mehr gern, lahmt oder fängt an zu knurren, wenn man ihn aus dem Körbchen locken will. Die betroffenden Hunde jammern meist nicht, sondern jaulen nur dann schmerzhaft auf, wenn der Schmerz plötzlich auftritt. Wer diese Anzeichen bei seinem Hund feststellt, sollte Rat beim Tierarzt suchen.
Was man selbst tun kann: Grundsätzlich das Gewicht im Auge behalten (siehe auch Rubrik: Übergewicht). Übergewicht kann zu Gelenkabnutzung (Osteoarthrose) führen. Vielleicht leicht, aber regelmäßig mit dem Hund trainieren, Schwimmen o.ä. Damit können Muskeln aufgebaut werden. Das wiederum trägt zur Stützung von Knochen und Gelenken bei. Wichtig: Die Muskeln brauchen vor und nach den Übungen eine Phase der Aufwärmung bzw. Abkühlung. Kalte und feuchte Umgebungen sollten gemieden werden. Erkrankte Hunde sollten einen trockenen Platz mit einem gut gepolsterten Lager und ausreichend Wärme haben. Ein ausgewogen und hochwertig ernährter Hund hat die besten Voraussetzungen für eine gesunde Skelettentwicklung und einen kräftigen Muskelaufbau.

Hier ein paar Tips für den Welpenkauf


Informieren Sie sich über die Rasse (Größe, Familienverträglichkeit, Pflege, Auslauf etc.). Es gibt sehr viele Informationsquellen (Bücher, Internet, Zucht- und Ausbildungsvereine etc.). Die Elterntiere müssen eine Zuchttauglichkeitsprüfung abgelegt haben, die in der Ahnentafel des Hundes vermerkt ist.


Sie sollten immer bei einem verbandsangehörigen Züchter kaufen. Verbandsangehörige Züchter haben genaue Zuchtvorschriften, die eingehalten werden müssen.


Nach Möglichkeit sollten Sie Vielrassenzüchter meiden. In den meisten Fällen haben sich seriöse Züchter auf eine Rasse spezialisiert.


Einen Hund niemals auf Märkten oder Parkplätzen kaufen und in keinem Fall aus bloßem Mitleid.


Mehrere Züchter besuchen und den Lebensraum der Welpen genau ansehen. Außerdem sollten Sie auf das Sozialverhalten der Welpen untereinander, der Mutter zu ihren Welpen und ggf. auf das Verhalten von anderen im Rudel lebenden Hunden achten.


Die Welpen müssen bei Abgabe tätowiert oder gechipt sein und der Impfpass der Welpen wird übergeben. Im Impfpass sind vom Züchter besondere Merkmale des Hundes sowie die Anschrift der Käufers zu vermerken.


Viele seriöse Züchter schließen einen Kaufvertrag mit ihren Welpenkäufern ab und fertigen diesen in zweifacher Ausfertigung an.


Welpen sollten nie vor der 8. Woche abgegeben werden. Im Normalfall werden die Welpen in der 9. bis 10. Woche abgegeben. Bei Übergabe sollte ein Ernährungsplan aufgestellt werden, damit die neuen Besitzer genauestens informiert sind.


Die Verbindung zum Züchter sollte immer aufrechterhalten werden. Er ist Ansprechpartner bei allen Fragen rund um den Hund.


Ein Tier - besonders ein Hund - ist eine Lebensaufgabe und vor der Anschaffung sollte genau abgewägt werden, ob man die Möglichkeit hat, seinen Hund artgerecht zu halten.

Mittwoch, 6. August 2014

Kurzbeschreibung Boxer
















Ursprungsland :

















Deutschland - FCI anerkannter Gebrauchshund - F.C.I.-Standard Nr. 144 / 02.04.2001 / D - Klassifikation FCI: Gruppe 2; Sektion 2.1 Molosser und doggenartige Hunde. Mit Arbeitsprüfung - Reinzüchtung seit 1904
Zuchtbuchführende Vereine in D(VDH):
Boxer-Klub München e.V. - Sitz München (BK)
Grösse :
Widerristhöhe beim Rüden 57 bis 63 cm, bei der Hündin 53 bis 59 cm
Gewicht :
Rüden 30-40 kg, Hündin 24-30 kg
Haarkleid :
Kurz, hart, glänzend und anliegend, Unterwolle fehlt
Farbe :
Gelb oder gestromt in verschiedenen Nuancen, weiß, schwarz & gescheckt sind "Fehlfarben" lt. Standard, aber nicht krankheitsanfälliger, lebensunfähig, automatisch taub, albinitisch o. ä.
Charakter :
Selbstbewusst und ausgeglichen bei mittlerem bis ausgeprägtem Temperament; treu, wachsam, ohne Falschheit und Hinterlist, nicht bellfreudig und ein sehr kraftvoller Begleiter
Verträglichkeit :
Familienfreundlich, kinderlieb, nervenfest, heiter, verspielt
Verwendung :
Begleit- und Familienhund, Schutzhund (VPG 1, 2 & 3) , Fährtenhund (FH 1 & 2) , Wach- (WH) , Dienst- (DH) und Rettungshund (RH), Hundesport (z.B. Turnier, Agility) und meiner Meinung nach, ist er auch zum Servicedog (Behindertenbegleit-Hund) und Blindenhund geeignet, dazu aber sorgfältig ausgebildet werden muss, aber jede ihm zugedachte Aufgabe konsequent erfüllt. Der Boxer ist hitze- und kälteempfindlich und nicht für die Zwingerhaltung geeignet.
Erziehung :
Lernfreudig, braucht eine konsequente aber liebevolle Hand; manchmal etwas eigensinnig.Ein im Wesen gesunder Boxer wirkt niemals unterwürfig, noch ist er ein Tyran - viel mehr begleitet er seinen Menschen gleichberechtigt. Unsinnige oder widersprüchliche Kommandos wird er nur zögernd oder gar nicht ausführen. Der Boxer ist molossoid und geht somit auf die Lager- und Hütehunde(Metzgerhunde) zurück, als solcher hat er sich die Eigenart selbstständig zu "denken" bewahrt.
Pflege :
Anspruchslose Fellpflege mit Bürste und Tuch
Bewegung :
Täglich mindestens (!) eineinhalb Stunden. Spaziergänge, Begleitung am Fahrrad und am Pferd (nur erwachsene, gesunde Hunde und erst ab ca. 12 Monaten) , Tobe- und Suchspiele, ideal Ausbildung auf einem Hundeplatz und Hundesport
Lebenserwartung :
8 bis 12 Jahre
rassespezifische Probleme:
Hüftgelenksdysplasie (HD) , Spondylose (Wirbelsäulenverknöcherung) , Kryptorchismus (kryp. = Einhoder -EH- oder Hodenlos -HL- und es gibt den verzögerten Hodenabstieg) , Herz (Hz)=Pulmonal - & Aortenstenosen (AS, PS) , anfällig für Mastzellentumore und Krebs im allg.Um diese Probleme zu bekämpfen wurde die "Zuchtwertschätzung" für HD + Kryptorchismus (ZW) , diesbezüglich regelnde Zuchtordnungen und Pflichtuntersuchungen (HD, Herz + Spondylose) der Zuchttiere eingeführt.